Unterabschnitt der Marktgemeinde Asparn/Zaya


Die Marktgemeinde Asparn/Zaya erstreckt sich insgesamt über 40km² und besteht aus 5 Katastralgemeinden (Altmanns, Asparn, Michelstetten, Olgersdorf, Schletz). Über ein viertel der gesamten Fläche ist dabei bewaldet. Außerdem leben im Gemeindegebiet knapp über 1700 Menschen.

 

Jeder Ort dieser Marktgemeinde besitzt seine eigene Feuerwehr. Diese Feuerwehren sind alle zu einem Unterabschnitt zusammengefasst. HBI Ernst Brunnhuber, Kommandant der FF Asparn, ist der Kommandt des Unterabschnitt 1. Jährlich finden mehrere Übungen mit dem gesamten Unterabschnitt statt, was vor allem die Kommunikation und die Zusammenarbeit bei schwierigen Einsätzen erleichtert.

FF Altmanns


Kommandant: OBI Ing. Johann Ullram

Laut Protokollbuch wurde die Freiwillige Feuerwehr Altmanns am 23. Oktober 1898gegründet. Damaliger Kommandant war Robert Rint, der bis ins Jahr 1900 im Amt blieb. Noch im Gründungsjahr wurde der erst Hydrophor angeschafft, der bis zum Jahr 1952 im Einsatz war. Ein Brandeinsatz im Jahr 1952 stellte die Feuerwehr wegen ihrer schlechten Ausrüstung vor große Probleme. So beschloss der damalige Kommandant Franz Petz, eine Motorspritze der Firma Rosenbauer zu kaufen.

 

Nach 25 jähriger Verwendung ließ Kommandant Richard Ullram, 1977 die alte Spritze durch eine neue der Type "Gugg" ersetzen. Als wichtigste Veränderung kann jedoch der Feuerwehrhausneubau angesehen werden. Er wurde 1984 begonnen und 1985 fertiggestellt.

Im Jahr 1989 wurde ein Kleinlöschfahrzeug der Marke Ford-Transit, drei Atemschutzgeräte und ein Handfunkgerät angekauft. Das Kleinlöschfahrzeug wurde anlässlich des Feuerwehrfestes, im Jahr 1990, feierlich gesegnet. Im Jahr 1996 wurde eine neue Tragkraftspritze Fabrikat Rosenbauer sowie eine Schmutzwasserpumpe angekauft. Unter der Führung von Herrn Kommandanten Baumgartner Karl wurde im Jahr 2002 ein gebrauchtes Löschfahrzeug der Type TLF 2000 angekauft.

FF Michelstetten


Kommandant: OBI Rudolf Schaman

Bereits am 28. August 1898 kam es zur provisorischen Konstituierung des Feuerwehrausschusses über Betreiben von Oberlehrer Johann Kweton. Zur Unterstützung wurde der "in Feuerwehrangelegenheiten verdienstvoll werdende Ehrenhauptmann der freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn Herr Oberlehrer Karl Prinz aus Wien zur Versammlung hinzuerbeten und ersucht, der neu zu gründenden Feuerwehr mit seinen Ratschlägen an die Hand zu gehen, welchem Ansuchen er gerne entsprach."

Erste Anschaffungen waren eine Feuerspritze mit 130 m Druck- und 8 m Saugschläuchen von der Firma Kernreuter und Ausrüstungsgegenstände für 25 Mann von der Firma Schember & Handel.

Die Gründung erfolgte lt. Berichten des Chronisten in einer Zeit in der sich die Gemeinde in den denkbar ungünstigsten Vermögensverhältnissen befindet und die Bewohner infolge des heurigen (1898) furchtbaren Hagelwetters im Juni in den größten Notstand vesetzt wurden. So war es nicht verwunderlich, dass bereits am 11. Oktober 1898 im "Weltblatt" ein Spendenaufruf der neugegründeten Wehr veröffentlicht wurde. Aber auch die Bevölkerung leistete ihren Beitrag. So wurde die Zufuhr der Ziegel, Sand und Kalk zur Errichtung des neues Zeughauses von den Bauern unentgeltlich geleistet.

Mit einem Bittgesuch wendete sich die Wehr Michelstetten am 9. April 1899 an Se. Majestät, den Kaiser Franz Josef I., um eine Allerhöchste Unterstützung und erhielt eine Spende von 50 fl. (=Gulden) aus seiner Privat - Schatulle.

Dieser immer wieder bewiesenen Spendenfreudigkeit der Bevölkerung und sonstigen Gönnern aber auch der sehr umsichtigen und wirtschaftlichen Führung der freiwilligen Feuerwehr von Michelstetten ist es zu verdanken, dass es immer wieder gelungen ist, die Ausrüstung auf den jeweils letzten Stand zu halten.

Besonders nach dem 2. Weltkrieg hat die Entwicklung der technischen Ausrüstung einen raschen Aufwärtstrend erlebt. So konnte bereits 1949 die erste leistungsstarke Motorspritze angeschafft werden. Bereits knapp 20 Jahre später (1968) wurde ein noch moderneres und noch stärkeres Gerät geweiht und in den Dienst gestellt. Anlässlich des 60-jährigen Gründungsfestes im Jahre 1958 wurde ein Spritzenwagen angeschafft, um im Falle der Not noch schneller am Einsatzort sein zu können.

Aber auch das bereits im ersten Jahr des Bestehens der Feuerwehr errichtete Zeughaus wurde laufend renoviert und ausgebaut. So wurde im Jahr 1961 - dem Zuge der Zeit und auch den Bedürfnissen entsprechend ein Schlauchturm errichtet. Als einer der ersten Wehr unserer Umgebung stand nach Fertigstellung desselben eine Sirene, die von Herrn Dir. Otto Zellhofer gespendet wurde, zur Alamierung zur Verfügung.

Den Abschluss dieser Investitionen bildeten einerseits in den Jahren 1989 und 1990 der Ankauf und die Umgestaltung des ehemaligen Milchhauses durch die Gemeinde zu einem modernen und funktionellen Zeughaus. Dadurch wurden andererseits die Voraussetzungen für die Anschaffung eines Kleinlöschfahrzeuges samt Atemschutzgeräten im Jahre 1991 geschaffen.

FF Olgersdorf


Kommandant: OBI Alfred Plöckl

Am 22. Oktober 1900 wurde die Freiwillige Feuerwehr Olgersdorf gegründet. Der erste Hauptmann war Josef Gruber und sein Stellvertretert Josef Weyer. Am 22. Juni 1952 wurde unter dem damaligen Feuerwehrhauptmann Anton Marschall eine tragbare Motorspritze gekauft. Spritzenpatin war Frau Barbara Klampfl.

Im Jahr 1965 wurde unter dem Feuerwehrhauptmann Anton Marschall eine elektrische sirene angekauft. Der Einsatz dieser Sirene brachte gegenüber der vorher durchgeführten Alamierung durch hornisten den großen Vorteil, dass alle Feuerwehrleute sofort alamiert und zum Einsatz gerufen werden konnten.

Nachdem die erste Motorspritze 25 Jahre ihren Dienst getan hatte wurde im Jahre 1977 unter dem Feuerwehrkommandanten Josef Klampfl sen. eine neue Motorspritze mit der Bezeichnung "Tragkraft-Spritze Type TS-75" von der Firma Rosenbauer angekauft. Als Antrieb dient ein bewährter VW - Motor. Diese Tragkraft-Spritze kann aus bis zu 7 1/2 Meter Tiefe ansaugen und gleichzeitig zwei förderleutungen speisen. Ab dieser Zeit konnte daher ein Brand mit mehreren Strahlrohren bekämpft werden, was natürlich auch eine verbesserte Löschwirkung mit sich brachte.

Mit dem Erlös aus mehreren Veranstaltungen gelang es der Freiwilligen Feuerwehr Olgersdorf unter Kommandant Josef Klampfl sen. ein Feuerwehrauto anzukaufen. Dieses Feuerwehrauto ist ein KLF 35 VW von der Firma Schmöger. Neben der vorhandenen Tragkraftspritze wurde Schlauchmaterial, diverse Kleinlöschgeräte, 3 Atemschutzgeräte, 1 Autofunkgerät und 1 Handfunkgerät angekauft.

Die Einweihung des Feuerwehrautos wurde vont Pater Clemens Breineder während eine Feldmesse am 15. August 1988 im Rahmen eines FF Heurigen durchgeführt. Als Fahrzeugpatinen fungierten Frau Johanna Pleil und Frau Renate Masek.

Im Jahr 1989 wurde ein MTF (VW-Bus gebraucht) angekauft. 1990 wurde zu der bereits vorhandenen Sirenenanlage eine automatische funkgestuerte Anlage installiert.

Da es im Jahr 1994 durch starkte Regenfälle zu schweren Überschwemmungen von Häusern kam, wurde unter Feuerwehrkommandant Josef Klampfl jun. die dringend erforderlichen zwei Tauchpumpen sowie ein Notstromagregat angekauft.

FF Schletz


Kommandant: OBI Johann Göstel

Ich gelobe meinen Dienst als freiwilliger Feuerwehrmann stets gewissenhaft zu erfüllen, meinen Vorgesetzten gehorsam zu sein, Disziplin und Manneszucht zu halten und wenn notwendig auch mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen. Mit diesem Vorsatz, der Gelöbnisformel für den Feuerwehrmann, wurde damals am 15. August, dem Maria Himmelfahrtstag des Jahres 1898, die Schletzer Wehr gegründet.

Herr Schulz Josef war Kommandant von 1898 - 1912. Im folgte sein Bruder Herr Leopold Schulz, Schletz 34 von 1912 - 1918. Anschließend hatten Herr Lorenz Strauß, Schletz 38 und Herr Mathias Pusch für je eine Periode die Führung der Feuerwehr inne.Von 1924 - 1938 stand Herr Seiberler Martin als Kommandant an der Spitze unserer Wehr. Bis zu dieser Zeit stand eine Handdruckspritze zur Verfügung.

In der Führungszeit von Herrn Ignaz Kraft 1938 - 1956, konnte im Jahre 1942 eine Tragkraftspritze Type RW 80, mit Zweitaktmotor angekauft werden. Herrn Kommandant Kraft ist es auch gelungen, dieses Agregat so gut zu verstecken, dass es der Besatzungsmacht nicht in die Hände fiel.

Von 1956 - 1971 war Herr Franz Kummernecker Kommandant. In diese Zeit fiel der Neubau eines Zeughauses mit Schlauchturm 1959 - 1960, welcher mit viel gemeinsamer Arbeit gelang. Es wurde ein Mannschaftsanhänger für Traktor angeschafft. Später eine neue Tragkraftspritze der Fa. Rosenbauer mit VW Motor, die die Herzen der Maschinisten höher schlagen ließ.

1971 wurde Herr Josef Strauß zum Kommandanten gewählt und hatte die Führung bis 1996 inne. Mit großem Erfolg wurde an vielen Wettkämpfen teilgenommen. Er errang, sowie auch andere Kammeraden das goldene Leistungsabzeichen. Ein Kleinlöschfahrzeug wurde angekauft und mit viel Mühe und Können von ihm und seinem Team ausgestattet. Die Wehr wurde unter seiner Führung unserer Zeit entsprechend technisch sehr gut ausgerüstet. Die ehemalige Kühltruhe wurde zum Mannschaftsraum umgebaut.

1996 - 2001 war Herr Josef Drescher Kommandant. In seine Zeit fiel die Renovierung des Zeughauses, die mit viel Engagement von ihm und seinen Kammeraden bewältigt wurde. Der Höhepunkt war die Feier des 100 jährigen Gründungsfestes im Jahr 1998.