Atemschutz


Bei Brandeinsätzen sowie bei Einsätzen mit gefährlichen Schadstoffen sind es häufig die unsichtbaren Gefahren, die die größte Bedrohung darstellen. Rauchgase und giftige Substanzen, die über die Atemwege aufgenommen werden, können innerhalb kürzester Zeit zu schweren gesundheitlichen Schäden führen, insbesondere an der Lunge. Um unsere Einsatzkräfte bestmöglich zu schützen, kommt daher bei solchen Lagen ein Atemschutzgerät zum Einsatz.

Diese Geräte stellen die Versorgung mit sauberer Atemluft sicher und ermöglichen es unseren Feuerwehrmitgliedern, auch unter extremen Bedingungen sicher zu arbeiten. Je nach körperlicher Belastung beträgt die Einsatzdauer mit einem Atemschutzgerät in der Regel etwa 30 Minuten. Bei intensiver körperlicher Arbeit, wie sie beispielsweise bei einem Innenangriff erforderlich ist, kann sich diese Zeit jedoch auf rund 15 Minuten verkürzen.

Der Einsatz unter Atemschutz erfordert eine spezielle und umfassende Ausbildung. In einem mehrtägigen Lehrgang werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fähigkeiten vermittelt. Darüber hinaus ist eine regelmäßige, ärztlich bestätigte gesundheitliche Tauglichkeit Voraussetzung, um als Atemschutzträger eingesetzt werden zu dürfen.

Gerade bei Brandeinsätzen im Innenbereich sind unsere Atemschutzträger extremen Belastungen ausgesetzt. Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius, nahezu keine Sicht aufgrund dichter Rauchentwicklung sowie die körperliche und psychische Anstrengung stellen höchste Anforderungen an die Einsatzkräfte. Besonders bei der Suche nach vermissten Personen ist ein kühler Kopf, Teamarbeit und eine fundierte Ausbildung entscheidend.

 

Unsere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Asparn sind für diese anspruchsvollen Aufgaben bestens ausgebildet und trainiert. Mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein stehen sie rund um die Uhr bereit, um in Notlagen rasch und professionell Hilfe zu leisten und Menschenleben zu schützen. 

Um ein Atemschutzgerät verwenden zu dürfen, ist eine eigenen Ausbildung nötig. Diese dauert 3 Tage, in dem sowohl theoretisches, als auch praktisches Wissen beigebracht wird. Zusätzlich ist eine gesundheitliche Tauglichkeit, welche von einem Arzt bescheinigt werden muss, ebenso wichtig. Denn vor allem bei Brandeinsätzen mit Personensuche oder Innenangriffe sind die einzelnen Atemschutzträger einer besonderen Stresssituation ausgesetzt. Wenn man bedenkt, dass man bei einem Innenangriff in ein Gebäude geht, in dem es bis zu 360 Grad Celsius und null Sicht hat, weil der Raum komplett verraucht ist, ist das nur zu gut nachvollziehbar.

Alle unsere einsatzbereiten Atemschutzgeräte befinden sich in den einzelnen Fahrzeugen, so können diese bereits während der Fahrt einsatzbereit gemacht werden. Am Einsatzort eingetroffen steigt dann der Atemschutzträger bereits fertig ausgerüstet aus, was einen großen zeitlichen Vorteil bietet. Da auch alle Geräte von der selben Firma und vom selben Typ (Dräger Airboss) sind, sind die einzelnen Geräte untereinander kompatibel, was vor allem die Flexibilität unserer Feuerwehr erhöht.

Die Freiwillige Feuerwehr Asparn besitzt auch eine Atemluftflaschenfüllanlage. Mit dieser Anlage können problemlos innerhalb kürzester Zeit 200bar Pressluftflaschen gefüllt werden. Diese Anlage wird vom gesamten Unterabschnitt (Gemeinde) mitverwendet, um die Geräte ständig einsatzbereit zu halten.